Wissenschaftliche Gesellschaft für Maschinenelemente, Konstruktionstechnik und Produktentwicklung e.V.

Lehre


in den Internetseiten der WGMK Institute

Die Aufgabe der Universität bei der Ausbildung von Maschinenbauingenieuren ist es, durch ein effektives und abgestimmtes Lehrangebot für die Studierenden die Erlangung der Berufsfähigkeit als wissenschaftlich ausge-
bildeter Ingenieur in der industriell geprägten Berufswelt zu gewährleisten und gleichzeitig den wissenschaft-
lichen Nachwuchs zu sichern. Die dynamischen Randbedingungen einer modernen Industriegesellschaft erfor-
dern eine ständige Weiterentwicklung und Anpassung der Lehrinhalte und der Ausbildungsmethodik, um die
Qualität der Lehre zu sichern und den Studierenden das Fundament für ihren Berufsweg zu vermitteln. Dabei
kommt einer evolutionären Entwicklung der Lehre unter Betonung der allgemeingültigen Grundlagen und unter
angemessener Berücksichtigung neuer Methoden und Inhalte eine besondere Bedeutung zu.

Dies gilt besonders für die Lehre auf dem Gebiet der Maschinenelemente, da sie ein zentraler Schwerpunkt in
der Grundausbildung von Maschinenbauingenieuren ist. Sie integriert das Fach- und Methodenwissen der theo-
retischen und angewandten Grundlagenfächer bei der Dimensionierung und Gestaltung von Bauteilen und Kom-
ponenten nach vorgegebenen Anforderungen in ein ganzheitliches, ingenieurmäßiges Denken und Handeln. In
den Vorlesungen und Übungen zu den Maschinenelementen bringen die Studierenden das erworbene theore-
tische Wissen in die Analyse und Synthese von Bauteilen und Komponenten ein und lernen dabei gleichzeitig,
mit der Komplexität von Gestaltungsaufgaben umzugehen. Dadurch kann ein entscheidender Beitrag zur Er-
langung von Fach-, Methoden- und Sozialkompetenz geleistet werden, der den späteren Erfolg im weiteren
Studium und im Beruf maßgeblich beeinflusst. Die Bedeutung der Lehre auf dem Gebiet der Maschinenele-
mente für das Maschinenbaustudium und den Berufserfolg erfordert eine ständige, sorgfältige und intensive
Weiterentwicklung ihrer Inhalte und Methoden.

Das Erreichen dieser Ziele kann jedoch nicht ausschließlich Aufgabe einer „neuen“ Maschinenelemente-Lehre
sein. Es bedarf hier zusätzlich einer Abstimmung aller Grundlagenfächer. Das Bereitstellen von Kapazitäten für
ergänzenden Lehrstoff und zur Vertiefung bestehender Lehrinhalte muss durch eine klare Zuordnung der zu
vermittelnden Themengebiete zu den einzelnen Grundlagenfächern geschehen. Insbesondere in denjenigen
Fächern, auf welche die Maschinenelemente-Lehre aufbaut, muss der Bezug zu den Maschinenelementen her-
gestellt werden. Wichtige Aufgabe der Grundlagenfächer wird es zudem sein, den Studierenden des Maschinen-
baues Wege aufzuzeigen, anhand von Abstraktionsprozessen, aus realen Systemen handhabbare Modelle zu
bilden und umgekehrt.

Um sich diesen Forderungen zu stellen und in Vorträgen, Diskussionen und Workshops über eine Weiterent-
wicklung der Lehre auf dem Gebiet der Maschinenelemente zu diskutieren, hat sich eine Gruppe von Hoch-
schullehrern aus den Bereichen Maschinenelemente, Konstruktionsmethodik und Informationstechnologie
am zum Arbeitskreis Lehre Maschinenelemente (AKME) zusammengefunden.